Garbsen, April 2016
Junger Syrer absolviert erfolgreich eine Ausbildung bei Laserworking!
Sufyan Al-Ahmoo ist froh, eine Ausbildung bei Laserworking absolvieren zu können.
Unternehmen kommt eine wichtige Rolle bei der Integration von Flüchtlingen zu. Ein Beispiel, das Schule machen sollte, gibt es in Garbsen:

Mit 15 Jahren floh Sufyan Al-Ahmoo aus dem Bürgerkriegs-land Syrien. Im Januar 2013 kam der junge Mann ohne jegliche Deutschkenntnisse nach Garbsen.
Mittlerweile ist er 19 Jahre alt, spricht fließend Deutsch und hat einen Ausbildungsplatz beim Unternehmen Laserworking Garbsen GmbH.
Mit seiner Mutter und sechs Geschwistern flüchtete Al-Ahmoo vor dem Bürgerkrieg in Syrien zu seinem Vater, der schon vor der Familie nach Deutschland gekommen war.


Nach seiner Ankunft in Garbsen meldete sich der damals 15-Jährige an der Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule (NKH) an. An drei Tagen der Woche besuchte er den Unterricht, an zwei Tagen der Woche ging er auf die Berufsbildende Schule in Neustadt (BBS). Neben dem Regelunterricht bekam der Schüler zwei Stunden Deutschunterricht am Tag.

In Kooperation der Schule mit dem Laserbearbeitungszentrum Laserworking wurde dem lernbegierigen jungen Mann dann nach Abschluss der zehnten Klasse dank seines Engagements eine zweijährige Ausbildung im Unternehmen angeboten.

Seit September des vergangenen Jahres wird der 19-Jährige in der Firma, die unter anderem Metallbauteile für unterschiedliche Fahrzeuge anfertigt, zum Maschinenanlagenführer ausgebildet. „Alle hier sind sehr nett und erklären mir alles, wenn ich Fragen habe“, sagt Al-Ahmoo in fließendem Deutsch. Zu den Aufgaben des Auszubildenden gehört das Feilen, Sägen und Meißeln von Metallen, auch an der Lasermaschine arbeitet er jetzt. „Ich kann die Maschinen schon fast allein bedienen.“

Dank der Vorkenntnisse, die er sich an der Berufsschule angeeignet hat, hat sich der 19-Jährige schnell in den Arbeitsalltag eingefunden. „Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Er ist sehr gewandt und zeigt viel Einsatzbereitschaft“, sagt Fatih Ulucay, Ausbildungsleiter des Unternehmens. Zwar fällt dem Azubi der schulische Teil der Ausbildung noch etwas schwerer als der praktische Teil, die Ausbildung macht ihm aber viel Spaß.

Das Unternehmen legt viel Wert auf Kommunikation, was dem Syrer nicht schwerfällt. „Dass er ein Flüchtling ist, spielt für uns keine Rolle. Wichtig ist der Integrationswille, außerdem klappt das Austauschen auf Deutsch sehr gut“, sagt Ulucay.
Das Unternehmen freue sich, dass Al-Ahmoo das Team ergänzt. Nach der Ausbildung wird dem jungen Mann wie allen anderen Azubis ein fester Arbeitsplatz im Unternehmen angeboten.
Leah Wildner - LeineZeitung